Der Godesberger Fußballverein – Tradition, Leidenschaft und Gemeinschaft seit 1908

Der Godesberger Fußballverein wurde im Jahr 1908 gegründet. Gespielt wurde zunächst auf einem in Eigenregie errichteten Platz auf den Streuobstwiesen an der heutigen Dietrichstraße. Ab 1912 nahm der Verein am regulären Spielbetrieb des Westdeutschen Fußballverbandes teil. Der Sportplatz erhielt den Namen „Pionierplatz“, da dort um 1902 die Pioniere, die den Pionierweg anlegten, ihr Lager und Materialdepot hatten.


Sportliche Entwicklung bis 1992

Im Jahre 1926 stieg die Mannschaft nach einem 3:1-Entscheidungsspielsieg über Germania Mülheim erstmals in die seinerzeit erstklassige 1. Bezirksklasse Rhein auf. Drei Jahre später verpassten die Godesberger die neu geschaffene Bezirksliga Rhein und mussten in die Zweitklassigkeit zurück. Nach Kriegsende gehörten die Godesberger 1947 zu den Gründungsmitgliedern der Rheinbezirksliga (ab 1950 Landesliga Mittelrhein), der höchsten Amateurliga. Dort wurde die Mannschaft 1950 Vizemeister hinter der SG Düren 99.


Zwei Jahre später verpassten die 08er das Endspiel um die Mittelrheinmeisterschaft nach einer 0:3-Niederlage im Entscheidungsspiel gegen TuRa Bonn. Im Jahre 1956 gehörten die Godesberger zu den Gründungsmitgliedern der Verbandsliga Mittelrhein, aus der sie im Jahre 1959 nach einer 0:2-Entscheidungsspielniederlage gegen den Stolberger SV absteigen mussten. Der direkte Wiederaufstieg wurde als Vizemeister hinter TuRa Hennef verpasst.


Im Jahre 1974 kehrten die 08er nach zwei Aufstiegen in Folge in die Verbandsliga Mittelrhein zurück und verpassten vier Jahre später die Qualifikation für die neu geschaffene Oberliga Nordrhein.


1979 stiegen die Godesberger aus der Verbandsliga ab und wurden in der folgenden Spielzeit in die Bezirksliga durchgereicht. Godesberg 08 verschwand daraufhin in unteren Spielklassen, bevor der Verein 1992 aufgelöst wurde. 




Der Weg zurück – Erinnerung, Idee und Wiedergeburt

Beim traditionellen Treffen ehemaliger Spieler im Jahr 2003 erinnerte man sich an die großen Zeiten des GFV. Daraus entstand die Idee, ein besonderes Spiel zu organisieren, um die alte Mannschaft noch einmal auf dem Feld zu sehen.

Im Mai 2004 fand dieses Spiel unter dem Titel
„Väter gegen Söhne – GFV 1992 gegen Jugend“
im alten Godesberger Stadion statt – und es lockte über
300 Zuschauer an.

Das Spiel war lange ausgeglichen, doch am Ende setzte sich die Erfahrung der Väter deutlich mit 5:0 durch.


Ein geschichtsträchtiger Moment: Das erste Tor

Das erste Tor des Spiels – und damit das Tor, das später symbolisch als Ausgangspunkt der Neugründung verstanden wurde – erzielte Heinz Walbröl.
Zwei Jahre später sollte er zum
1. Vorsitzenden des neu gegründeten Vereins gewählt werden.

Die große Zuschauer Begeisterung und die Emotionen dieses Tages führten schnell zu dem Wunsch nach einem Rückspiel – und schließlich zur ernsthaften Überlegung, den Traditionsverein wieder ins Leben zu rufen.


Die Neugründung 2006

Die ersten Schritte zur Wiederbelebung des Vereins wurden von Marc Walbröl eingeleitet.
Mit Unterstützung von

  • Armin Ebner, 1. Kreisvorsitzender des Fußballkreises Bonn,
  • und Peter Mähler, Amtsleiter des Sport- und Bäderamtes,
    gelang die Aufnahme beim Fußballverband Mittelrhein sowie die Rückkehr des Vereins an seine alte Spielstätte.

Am 1. Januar 2006 wurde der Godesberger FV schließlich mit 13 Mitgliedern neu gegründet.


Gründungsmitglieder

Marc Walbröl, Heinz Walbröl, Lars Walbröl, Sven Walbröl, Michael Walbröl, Freddy Breer, Alex Exner, Daniel Jovic, Timm von der Gracht, Marcel Hirsch, Marco Michels, Daniel Kochems und Markus Kochems.


Heinz Walbröl wurde einstimmig zum 1. Vorsitzenden,
Marc Walbröl ebenfalls einstimmig zum
Geschäftsführer gewählt.
Ein besonderer Dank galt
Karl Arzdorf, dessen Fachwissen aus dem Bonner Fußballkreis wertvolle Hilfe leistete.


Sportlicher Neubeginn ab 2006

In der Saison 2006/2007 wurde trotz einer schwierigen Hinrunde am Ende ein beachtlicher 6. Platz erreicht.

Im zweiten Jahr folgte der Aufstieg als ungeschlagener Meister in die Kreisliga C,
daraufhin im dritten Vereinsjahr die Gründung der
2. Mannschaft.

2011 wurde die 3. Mannschaft ins Leben gerufen – und gleichzeitig der Grundstein für die Jugendabteilung gelegt.


Aufstieg 2014/2015

In der Saison 2014/2015 gelang der 1. Mannschaft der lang ersehnte Aufstieg in die Kreisklasse B.


Entwicklung der folgenden Jahre

Nach einem Jahr in der Kreisklasse B musste der Verein  leider wieder absteigen.
Seit der Saison
2023/2024 gehört der Godesberger FV jedoch erneut der Kreisliga B an.

Zwischenzeitlich konnte der Verein in den Saisons 2021 und 2022 sogar vier Seniorenmannschaften stellen.

In der Saison 2025/2026 wurde – nach drei Jahren Pause – wieder eine 3. Mannschaft gegründet.


Integration & soziale Verantwortung

Ein herausragendes Kapitel wurde 2016 geschrieben, als der Verein eine eigene Mannschaft für geflüchtete Jugendliche gründete – viele davon spielen noch heute aktiv im GFV.

Der Godesberger Fußballverein steht klar für:
Integration, Respekt und ein familiäres Miteinander – unabhängig von Herkunft, Nationalität oder Hautfarbe.
Hier zählt Fußball, Gemeinschaft und Zusammenhalt.


Aufbau der Jugendabteilung

Das erste Jugendtraining fand 2011 mit nur sieben Kindern in der Turnhalle der alten Michaelschule statt.
Bereits kurze Zeit später entstanden die ersten
zwei Jugendmannschaften.


Der Aufbau wurde durch Marc Walbröl vorangetrieben, unterstützt durch den engagierten Trainer Carlo Dietz, der maßgeblich am Fundament des heutigen Jugendfußballs in Godesberg beteiligt war.


Jugend heute

Heute umfasst der Verein über 19 Mannschaften, davon 15 Jugendteams.

Der GFV steht für Breitensport, fördert aber gleichzeitig talentierte Spielerinnen und Spieler.


Aktuell spielen
zwei Jugendmannschaften in der Sondergruppe – mit Ambitionen auf die Bezirksliga.

Auch im Seniorenbereich ist das langfristige Ziel klar:
Der Aufstieg in die Kreisliga A.


Talente aus Godesberg

Ein herausragendes Beispiel erfolgreicher Jugendarbeit ist Emma Lattus, die beim Godesberger FV vom Bambini bis zur C-Jugend ausgebildet wurde.
Sie schaffte es bis in die
Frauen-Bundesliga zum 1. FC Köln und wechselte später zu Borussia Mönchengladbach.


Der GFV heute

Aus einst 13 Gründungsmitgliedern ist ein Verein mit über 450 Mitgliedern geworden.


Der Godesberger Fußballverein steht heute für:

  • Tradition
  • Gemeinschaft
  • Integration
  • Familie
  • Fußball mit Herz


Ein Verein, der Menschen verbindet.